Nein, auch das ist kein Neuteil, es ist nur gereinigt!
Der Motor von unten. Weg ist der ganze alte Knaster.

Überhaupt kann sich der Motor in gereinigtem Zustand durchaus wieder sehen lassen. Ich mochte ihn, fand ihn sehr hübsch! (Und er war technisch in Toppzustand!!!).

Die rotbraune Motordichtung ist auch weg (gehört da auch nicht hin!)

Und schwups, war der Motor auch schon wieder eingebaut!*)))

Die Amaturen wurden gespachtelt, geschliffen und letztlich neu lackiert. Intakt waren sie ja, nur eben hässlich.

Die frisch lackierten Endtöpfe, obwohl aus dem Hause LAFRANCONI, konnten mich nie überzeugen. Die hatten NULL Klang. (Das kannte ich von meiner Guzzi aber ganz anders!)

Nee, das Sitzpolster gefiel mir gar nicht. Ich habe den Bezug durch schokobraunes Wasserbüffelleder ersetzt. Original wäre schwarzes Kunstleder gewesen, aber das wollte ich nun gar nicht.

Das sieht doch nett aus.

Es ist schon ganz schön vorangegangen und ich bin mit meiner Arbeit mehr als zufrieden. (Das muss auch mal gesagt werden!)

Also, Höcker und Verkleidung sind aus GFK und bleischwer. Beide hatten Bohrlöcher ohne Ende, kleine Risse und waren ja auch farblich nicht der Brüller. Ich habe sie von Hand in mühsamer Kleinarbeit geschliffen, gespachtelt, laminiert und wieder geschliffen. An einigen Stellen kam dann sogar der originale Lack wieder zum Vorschein. Alles in allem ergab sich ein schönes Tigermuster, das hätte man auch einfach mit Klarlack überziehen können!*)))

Danach wurden nur noch die wirklich NOTWENDIGEN Löcher neu gebohrt.

Der Tank war eine Wundertüte! Nach dem Strahlen sah man, er hatte ein Vorleben!!!

Der originakle Tank, den ich auch noch hatte, war nicht mehr zu gebrauchen, weil er löcherig war wie ein Schweizer Käse.

Also blieb nur die Möglichkeit den Tank zu spachteln. Das war extrem viel Arbeit und hat sehr lange gedauert.

In vielen dünnen Schichten wurde die Spachtelmasse von mir aufgebracht, dann mal zwischengeschliffen, geguckt wo noch was fehlt, nachgespachtelt, die Konturen nachgearbeitet, etc. etc.

Doch die viele Arbeit hat sich gelohnt. Alle Dellen sind raus, die Konturen stimmen wieder und so kann er zum Lackierer. Leider sind die kleinen Schraubaufnahmen für die originalen Schriftzüge nicht mehr zu retten gewesen. Sehr schade!

Hier der Höcker im Tigerlook mit neuem Sitzpolster! GEIL!

Auf der rechten Motorseite fehlte dieser kleine Deckel. Der war vielleicht schwer zu bekommen! Bevor ich gar keinen habe, habe ich sogar einen auch schon beschädigten Deckel gekauft. Das wäre unter allergrößten Magenschmerzen gegangen. Aber, ... nee, lieber nicht!

Diesen von mir gefertigten orangen Deckel habe ich aus der im nächsten Bild zu sehenden "Laverda-Uhr" hergestellt. Er wäre auch besser gewesen als gar kein Deckel. Glücklich war ich damit aber auch nicht!

Also, kaputt oder zweckentfremdet gab es diese Deckel!!!

Ich habe sehr viel später einen neuen und wunderschönen Deckel in England gefunden und gekauft!

So, hier bin ich auf der Zielgeraden angekommen. Jetzt fehlt nur noch ein wenig Kleinkram!

Ein Seitenblick in die offenen Ansaugtrichter! (Original!)

Eine größere Aktion waren die Startnummerntafelfelder. Gelb mit schwarzem Rand! Dabei kann man den Rand nicht einfach mit einem dicken Edding aufmahlen. Das würde Scheiße aussehen.

Die Größe und die Position habe ich von den originalen Bildern aus der Motorradzeitschrift abgenommen und umgerechnet. Danach habe ich sie mir in einer Werbedruckfirma anfertigen lassen. Nicht ganz kostengünstig! Aufgebracht habe ich sie dann selber und das Ergebnis war genial!

Weil mir die originalen Auspuffendtöpfe echt zu blöde waren habe ich mal kurze, später längere Bollerrohre ausprobiert. Das war alles nicht schlecht.

Hier dann auch mit KONI-Dämpfern!

Die frisch gepulverten Räder haben auch ihren Charme.
Ich denke der Unterschied zu vorher ist deutlich sichtbar!

Die Verkleidungsspiegel sind zwar nicht original, dafür aber echt hübsch!

Hier ist die kleine Laverda 500 SFC ganz fertig und hat jetzt auch die originalen, verchromten (und unverbastelten) Endtöpfe! Ein wirklich tolles Motorrad.

Nicht original sind:

  • die Stahlfelexbremsleitungen
  • die schwarzen Kotflügel vorn und hinten
  • die polierten Tauchrohre
  • der polierte Amaturenträger
  • die Blinker (die sind sonst seitlich an der Verkleidung und seitlich vom Rücklicht)
  • die Verkleidungsspiegel
  • die Tankembleme
  • das Ledersitzpolster
  • an der Verkleidung und der Höckersitzbank wurde der breite Kantenschutz weggelassen.

Das sind aber alles Dinge die der Normalsterbliche gar nicht erkennt! Das Motorrad lief klasse und war ansonsten technisch tipp topp!

Aufgrund von erheblichen innerbetrieblichen Quärelen bei dem Laverda-Händler meines Vertrauens, und damit verbunden die ungeklärte Frage nach der zukünftigen Ersatzteilversorgung, habe ich diesen Exoten an einen guten Bekannten, der schon seit langen Jahren alles was 500-er Laverda ist sammelt und kauft, verkauft! Da weiß ich sie in guten Händen!*)))

Manchmal bereue ich den Verkauf zwar, aber so ist das nun einmal!

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