The Final Countdown

Heute sollte es also passieren, die restlichen (und größten) Dekore sollten auf das Monocoque. Dumm nur, dass der Hersteller eine Verarbeitungstemperatur von mindestens 18° C empfiehlt. In meiner Werkstatt waren 14,5!*(((

Also habe ich den Gasbrenner angeschmissen und mit dem Wohnzimmerthermometer sorgfältig die zunehmende Wärme überprüft. Es waren zum Schluss subtropische 19,4° C. Das konnte also von daher schon mal klappen.

Im nächsten Arbeitsschritt habe ich dann die Folienteile plaziert und mir Montagemarkierungen angebracht! Orientiert habe ich mich dabei an originalen Photos.

Mit dem Mittelteil ging es dann los. Monocoque und Dekor wurden mit einer Wasser-Spüli-Lösung besprüht und dann das Dekor aufgebracht. Mit einer Kunststoff-Raffel habe ich danach die Feuchtigkeit und die kleinen Blasen herausgezogen. Das hat super funktioniert. Wichtig ist nur, dass man dabei die Ruhe behält! (Das ist eindeutig meine große Stärke! -Wusste ich so gar nicht!-)

Und so ging es dann mit den beiden restlichen Teilen weiter. Ich muss ehrlich sagen, dass hatte ich mir schlimmer und komplizierter vorgestellt. Nach etwa 30 Minuten konnte dann auch die Trägerschicht entfernt werden.

2, 3 kleine Blasen musste ich aufstechen und die Feuchtigkeit rausdrücken. Das war aber eigentlich kein Problem!

Dann noch den Schritzug drauf, fertig!

Wenn das mal nicht richtig geil aussieht!?*)))

Bei dem Dekorsatz waren auch noch zwei kleine Yamaha-Schriftzüge (für die es eigentlich keine Verwendung gibt) dabei. Ich habe einen mal über dem Rücklicht angebracht, der andere kommt später ins Cockpit! Original ist das aber nicht. Gut aussehen tut es trotzdem!*)))

Tja, irgendwann war dann die linke Seite fertig. Gedauert hat die ganze Prozedur etwa 1 1/2 Stunden!

Eben, Stunden später, habe ich mir mein Kunstwerk noch einmal angeschaut! Keine einzige Blase! Perfekt!*)))

Morgen drehe ich das Moped um und dann ist die andere Seite dran. Ich freue mich darauf!

Heute war dann wie angekündigt die andere Seite mit den Dekoren dran!

Die Utensilien ....

Die Ansetzpunkte ...

Mit dem Mittelteil ging es los.

Und dann war sie 1 1/2 Stunden später eben fertig!

Den Schriftzug hatte ich noch über!

Jetzt muss sie nur noch zum TÜV, denn da war sie seit 1997 nicht mehr!*)))

Aber an die frische Luft darf sie vorher schon!*)))

Dem Dekorhersteller hatte ich angeboten (www.bike-letters.de), dass ich, wenn er sie mir schickt, gerne Werbeaufkleber seiner Firma auf meiner Cup aufbringen werde. Das hat er gemacht, ich dann auch.

Und ein bisschen Werbung für meine Homepage, auf der der komplette Neuaufbau dokumentiert ist, darf auch sein!*)))

Das Wetter war heute noch einmal so gut, da habe ich sie vor die Tür geschoben und noch ein paar Bilder gemacht!

Ohne weiteren Kommentar!

Fertig!

Am 21.04.2015 war ich dann mit dem Schmuckstück beim TÜV. Nun ist alles eingetragen und natürlich "ohne Mängel".

Zugelassen am 22.04.2015

 

Die ersten Fahrten erfolgten dann am 1. und 2. Mai.

Die Geräuschkulisse hinter der Vollverkleidung ist schon beeindruckend! Eigentlich wäre ich auch rundherum zufrieden gewesen, wäre da nicht der undichte Tank der sie wie einen Kieslaster tropfen ließ. Das ist ärgerlich, noch dazu da ich sehr viel Arbeit in die Schleif- und Lackiererei dieses Teils gesteckt hatte. Nützt nichts, es muss Ersatz her. Meine Möglichkeiten lassen eine Reparatur dieses Tanks nicht zu.

Nun steht sie also für ein paar Tage, aber die Saison ist ja noch lang!*)))

Der Tank ist zwischenzeitlich durch ein dichtes (dunkellila) Modell erstezt. Alles ist gut.

Tja, und dann war da dieser vom Wetter her wunderschöne Junisonntag. Also ab mit der Cup in die Eifel, am Ring war ja schließlich die "Historic Trophy" und da wollte ich mit meinem Schätzchen ein bisschen angeben! Zunächst gab es im Ahrwind noch eine ordentliche Portion Rührei und dann ging es los in Richtung Nürburgring. Immer so im zweimonatigen Fahrverbot war ich herrlich entspannt unterwegs. Die Cup summte wie ein Bienchen. Ortsdurchfahrt Quiddelbach, und dann knallte es unter mir, das ich dachte mir fliegt gerade der Motor um die Ohren! Er war schlagartig aus, ich rollte zu einer Art Haltebucht und stellte die Cup ab. Mein erster Blick ging unter den Motor, um nachzuschauen, ob da irgendwo ein Loch drin war. War es nicht, Glück gehabt. Anspringen wollte sie dann auch nicht mehr, also raus mit der ADAC-Karte und nämlichen Verein angerufen.

So entstand dieses Bild! (Gott, das hätte so ein schöner Tag werden können!).

Ein paar Tage später habe ich mich dann zu Hause an die Fehlersuche gemacht. Ich kann es kurz machen, es hatte sich nur die Halteschraube vom Fliehkraftversteller gelöst, diese von der Nockenwelle entfernt, weil die NICHT mit einem Sprengring gesichert war. Ansonsten ist absolut nichts kaputtgegangen! Großes Aufatmen, denn ich war auf das Schlimmste vorbereitet. ich habe der Schraube den entsprechenden Sprengring und einen Tropfen Schraubenkleber spendiert, alles wieder sorgfältig zusammengebaut. Ein Knopfdruck auf den Anlasser und sie summte wieder wie ein Bienchen.

Und dann war da noch der BMW-Fahrer, der beim Abstellen seines Mopeds, dieses umkippen ließ. Natürlich fiel es gegen meine Cup.

Ok, kann passieren. Versicherungsschaden, und 262 Euro später erstrahlte der Frontkotflügel in altem, neuem Glanz. Jetzt sogar im richtigen Rotton!*)))

Eine kleine Nachbesserung. Ich habe die Vergaser noch einmal ausgebaut um erstens die Schwimmerstände noch einmal einzustellen und die zu großen Hauptdüsen gegen solche in der Größe 132,5 zu tauschen. Dabei musste ich auch feststellen, dass die Ansaugstutzen völlig in Dutt (also im Eimer) sind. Neue sind bestellt!

Justierung der Schwimmerstände nach der Röhrli-Methode! Das klappt prima und ist total einfach!

Eine weitere technische Verbesserung ist die jetzt verbaute Transistorzündung à la Bernd. Sie macht nicht nur die lästigen Zündkondensatoren überflüssig sondern benutzt die Kontakte nur noch als Impulsgeber (null Abbrand!). Desweiteren sorgt sie für einen kräftigen Zündfunken über den gesammten Drehzahlbereich und für ein erheblich besseres Startverhalten. Das sie ohne Änderungen in den originalen Kabelbaum passt, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Zur statischen Grundeinstellung der Zündung verfügt sie über zwei kleine Leuchtdioden.

Wenn man schon dabei ist, kann man die Kontakte auch gleich noch erneuern und ein Tröpfchen Öl auf den Filz der Nockenwelle geben.

Morgen werde ich mich der viel zu weichen Vorderradgabel annehmen. Es besteht die Befürchtung, dass darin zu kurze und damit falsche Gabelfedern verbaut sind. Der Gabelölstand wird dabei auch gleich noch kontrolliert.

Der elektronische DZM der Suzuki VX 800 musste in seinem Innenleben an die Rahmenbedingungen der XS angepasst werden. Gut wenn man Freunde hat, die so etwas können! Danke Bernd!

Er funktioniert!*)))

Unglaublich, aber wahr. Ich konnte die Tage zwei neuwertige, originale Endtöpfe (Bj. 1979) für die Cup erwerben. Der Preis ist noch unglaublicher, 120 Euro (für beide).

 

Sie werden demnächst die 360-er Endtöpfe ersetzen.

Zur Abrundung, hier noch Auszüge aus einem originalen Programmheft von 1978.

...

Kosten: 2871,32 Euro

Arbeitsstunden: 178

Änderungen zum Original:

  • Doppelscheibenbremse (wie XS 360)
  • Bremssättel Yamaha XJ 650, 4K0
  • Stahlflex Bremsleitungen MELVIN
  • linkes Gabeltauchrohr Yamaha XS 360
  • Vorderrad XS 360
  • Handbremspumpe XS 400 SE
  • lackierte Krümmer
  • Endtöpfe Yamaha XS 360
  • K&N Luftfilter (Yamaha XS 360/400)
  • Nockenwelle 1M0 (38 PS)
  • Sicherungskasten für 4 Flachsicherungen
  • weiße Amaturen Suzuki VX 800 (Tacho manuell, Drehzahlmesser elektronisch, modifiziert von Bernd)
  • Verkleidungsspiegel Vitaloni California (Magneti Marelli)
  • Kabelbaum stark modifiziert
  • Hydraulische Kupplung (Gerd)
  • Ölfilter- / Kühleradapter (Gerd)
  • Ölkühler XJ 600
  • Gabelfedervorspanner (Gerd)
  • Veloursledersitzbezug (Eigenanfertigung)
  • Abstützung Monocoque (Eigenanfertigung)
  • Dekorsatz (Bike-Letters)
  • Werbeaufkleber / Schriftzüge (Münch)
  • Koni 76 K-1348
  • Transistorzündung (Bernd)

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