Katharina`s XBR 500-Motor

Also die Geschichte ist die Folgende:

 

Der oben abgebildete Motor machte heftige Klappergeräusche, insbesondere wenn man die Mopete schob (!), also nicht mit Motorkraft fuhr. Seltsam!

 

Sehr schnell wurde die Getriebeausgangswelle als Ursache lokalisiert und eine genauere Inaugenscheinahme ergab ein Axialspiel der Welle von etwa 3 mm. Die klapperte also fröhlich im Motorblock herum. Das darf so nicht sein.

 

Maßnahme: Motor ausbauen zur Ursachenerforschung!

 

In der Folge habe ich den Motor komplett zerlegt und festgestellt, dass er trotz seines hohen Alters in einem sehr guten Zustand ist. Ich kann nicht mehr sagen wieviele Augenpaare sich die Welle und das Mysterium angeschaut haben, letztendlich haben wir keinerlei Fehler oder Verschleiß gefunden. Trotzdem haben wir beschlossen, mit diesem Motor lassen wir Katharina, eine junge Mutter, nicht mehr fahren! Ersatz muss her!

Einmal mehr bewährt sich meine Hebebühne als Lagerort!

Hier noch ein paar Detailbilder wie man sie in dem ohnehin raren WHB nicht findet.

Ganz spannend finde ich den Umstand, dass zwischen den Gehäusehälften eine große Papierdichtung ist, die nirgendwo im WHB auftaucht und die man auch nirgendwo käuflich erwerben kann. Da der Motor zuvor aber noch niemals auseinander gebaut war, ist das Originalzustand! Auch das ist mysteriös!

Als Ersatz konnte ich eine ganze XBR kaufen (in jämmerlichem Zustand, und nicht komplett) aus der wir dann den Motor gewinnen konnten. Was anderes war einfach nicht auf dem Markt! Den verbliebenen Rest der XBR verkaufe ich gelegentlich wieder.

Allerdings handelt es sich dabei um einen "Seilzug-Deko", während der Motor von Katharina ein "Auto-Deko" ist. Die Motoren sind aber bis auf den großen Motordeckel rechts, Zylinderkopf mit Nockenwelle und Ventildeckel kompatibel.

Und natürlich wollte Katharina wieder einen Auto-Deko-Motor haben. Also musste ein Mix aus beiden Motoren hergestellt werden (das hat etwa 15 Stunden gedauert!).

Runter mit den nicht gewünschten Teilen.

Ab in die Waschwannee.

Ergebnis ist ein vom Knaster vieler Jahre befreiter Rumpfmotor!

Jetzt konnte der Zusammenbau beginnen.

Wenn man den Zylinderkopf schon mal auf der Werkbank hat, kann man auch gleich die Ventile von der Ölkohle befreien, den Brennraum reinigen, neue Ventilschaftkäppchen einsetzen und die Ventile einschleifen. Ist ja nur Arbeit! Und wer macht sie? ICH!

Ein schöner Brennraum, insbesondere weil er keine Risse hat (das ist bei der XBR nicht selbstverständlich!).

Das Bild zeigt den mittleren Stützlagersitz der Nockenwelle. Die hat hier schon mal gearbeitet. Zu wenig Motoröl könnte dafür die Ursache gewesen sein! Aber genau kann man es nicht sagen, wer weiß , was der Motor in den letzten 35 Jahren alles schon erlebt hat!

An dieser Stelle wurde es dann spannend. Der Motor war nahezu komplett, es fehlte nur noch der Steuerkettenspanner. Ich mache es kurz. Er ist nicht einbaubar, wenn der Zylinderkopf schon montiert ist. Also musste der Kopf wieder runter.

Danach haben wir das Spezialwerkzeug, den Steuerkettenspannerhalter (!!!) beim freundlichen Honda-Händler für einen kleinen Obulus für die Kaffeekasse, geliehen. Der Einbau des Spanners hat danach etwa 1 Minute gedauert!

Mit dem richtigen Werkzeug ist Vieles so viel einfacher!

Nun ist der Motor umgebaut, komplett und macht Katharina hoffentlich noch viele jahre Freude! Für den Einbau in das Moped bin ich nicht zuständig!

 

Eine Aktion, die in einer Fachwerkstatt unbezahlbar gewesen wäre und das Moped eigentlich zu einem wirtschaftlichen Totalschaden macht. Diese Aktion hat inklusive neuer Dichtungen, Simmeringe etc. etwa 320 Euro gekostet. Ich schraube ja kostenneutral!

 

Mich hat die ganze Aktion sehr viel Nerven gekostet und mich in meinem Beschluss bekräftigt, wirklich nur noch für mich zu schrauben! Ich hoffe, dass ich das in Zukunft durchhalte!

This is the end!

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