Martini

-Der Neuaufbau-

--Es gibt keinen Weg zurück!--

Wir schreiben heute den 09.12.2019. Ich habe den folgenschweren Entschluss gefasst keine halben Sachen zu machen und das Moped komplett neu aufzubauen. Mit nichts Anderem wäre ich später zufrieden gewesen, denn mein Anspruch an meine Mopeten ist nun einmal sehr hoch! Wenn ich mir nun schon die Arbeit mache, dann richtig!

 

Der Anfang ist gemacht, das Moped ist seit heute komplett zerlegt.

Der Zustand des Rahmen wirkt auf den Bildern besser als er in Wirklichkeit ist. Insbesondere an den Schweißnähten hat sich überall Rost gebildet. Ich denke es war die richtige Entscheidung ihn jetzt strahlen und pulvern zu lassen.

Die kleinen Gummiaufnahmen für die Seitendeckel fielen der Flex zum Opfer. Durch das verwendete Monocoque sind sie auch überflüssig.

Die Sitze der Losekugellenkkopflager sind ausgebaut, alle Gewinde und Rahmendurchführungen wurden verschlossen. Rahmen und Schwinge sind nun zum Strahlen und Pulvern vorbereitet.

Morgen muss ich noch die Gabel zerlegen, denn auch die Tauchrohre sollen ja gepulvert werden und alle demontierten Teile sichten und begutachten, vor allem die notwendigen Arbeiten feststellen. Das gibt eine lange ToDo-Liste!

Die Gabel ist zerlegt. Viele würden jetzt fragen warum man so schöne Tauchrohre pulverbeschichten lässt. Weil sie sonst nicht zum geplanten Design passen, so einfach ist das!

Die Teile die nicht zum Pulverbeschichten gehen passen in ein kleines Regal!

Um mal einigen eine ganz lange Nase zu machen. So sieht ein neuwertiger, 43 Jahre alter Motor einer XS 400 aus!

Natürlich ist er nummerngleich zum Fahrwerk! Es ist eben der 6. der Serie aus 1977!

Ich habe mal den VX-Tacho geöffnet. Die Idee ist, ihn auf den tatsächlichen, originalen Kilometerstand 00187 einzustellen, aber so einfach ist das nicht. Da muss ich noch einmal drüber nachdenken!

Das ist kein Bild eines Sit-In! Im Wohnzimmer von Katharina und Andre haben wir heute meine Reifen auf die blauen Felgen aufgezogen! Ralf hat dabei geholfen.

Fertig! Ab nach Hause!

Heute habe ich meinen Bausatz zum Strahlen und Pulvern weggebracht, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich die Teile noch vor Weihnachten wiederkriege sehr gering!

Ich kümmere mich jetzt mal um die Kleinteile die nicht gepulvert werden, die es aber trotzdem nötig haben.

 

Dazu gehören z.B. beide Gabelbrücken und die dazugehörenden Teile. Runter mit der teilweise stark angegriffenen Farbe und dann neu lackieren. Mindestens zwei Mal. Danach reichlich Klarlack!

Die untere Gabelbrücke frisch lackiert.

Auch die obere Gabelbrücke erstrahlt in neuem Glanz!

Der Innenkotflügel glänzt wie neu.

Bedauerlicherweise zeigte der Hinterradkotflügel schon ganz leichten Rostbefall. Da gab es nur eines, entrosten und mit Rostschutzfarbe grundieren. Wenn die ausgetrocknet ist wird er noch mit Hammerit schwarz lackiert. Ich denke damit ist er dann für die Zukunft gut vorbereitet. Die Chromseite ist noch in Ordnung.

Auch der kleine Halter vom Rückstrahler hatte schon leichten Rostbefall.

Am Monocoque habe ich die Löcher für die Befestigungsschrauben saniert und verstärkt!

Zunächst wurde der Bereich um das Loch ausgefräst und dann mit einer soliden Kunststoffscheibe verstärkt. Später sieht man nichts mehr davon, kann sich aber über eine solide, langfristige Befestigungsmöglichkeit freuen.

Wenn alles gut ausgehärtet ist wird das Loch in 8 mm nachgebohrt und dann alles geschliffen.

In den nächsten Tagen folgen weitere Kleinteile und dann auch noch die Halbschale, die einen oberflächlichen Riss hat.

Der 1. Innenanstrich im Heckkotflügel. Der 2. folgt morgen und dann ist Ruhe bis in alle Ewigkeit.

Nun werden die alten Konis aufgehübscht.

Vorher und nachher! Ich glaube man kann den Unterschied gut erkennen.

Auch die Dämpfergehäuse erstrahlen im neuen Lack.

Den kleinen Riss in der Halbschale habe ich auch instandgesetzt. Muss natürlich noch geschliffen werden.

Es ist vollbracht, die Konis strahlen wieder in altem Glanz. Jetzt fehlen nur noch die blauen Federn! Darauf freue ich mich schon!

Die tiefsten Lunkerstellen und Dellen habe ich mit flüssigem Kunstharz aufgefüllt und danach heftig beschliffen. Dabei verschwanden auch eine größere Menge Schrammen und Kratzer.

Zum heutigen Abschluss habe ich dann die Verkleidung mit einer Schicht flüssiger Spachtelmasse besprüht. Die wird wenn sie morgen ausgetrocknet ist dann wieder geschliffen. Das wiederhole ich bis ich eine einwandfreie Oberfläche habe. Eine echte Scheissarbeit!

Das Problem mit den Armaturen habe ich ja schon im Teil 2 beschrieben. Heute nun war es soweit, der Suzuki-Tacho sollte seinen neuen Kilometerstand kriegen (00187). Gut war, dass ich noch das Innenleben eines alten Honda-Tachos hatte, die sind vom Aufbau her sehr ähnlich, also war er zum Üben gut geeignet! Mein Freund André hat mich unterstützt! Nach einigem Schauen und Nachdenken war ein Weg gefunden und der Tacho auf 00000 gestellt und heil geblieben!

Auf der Basis der gemachten Erkenntnisse gelang es dann auch völlig problemlos den Suzuki-Tacho auf den gewünschten Wert einzustellen.

Er zeigt jetzt den originalen Kilometerstand der XS nach fast 43 Jahren!

Also konnte der Zusammenbau beginnen, auch hier gab es keine Probleme. Keine Macken, Dellen o. Ä. .

Suzuki-Tacho in Yamaha-Armaturenbecher. Schön wäre es gewesen, wenn es gepasst hätte. Hat es aber nicht.

Der Anschuss der Tachowelle liegt leicht anders, den Becher darauf anzupassen ist aber kein Problem!

Eine häufig gestellte Frage könnte lauten: "Musste das sein?" Die Antwort, ein klares und eindeutiges: "Ja!"

Es war dann doch noch ein wenig mehr Anpassungsarbeit notwendig, egal, fertig und passt!

Weiße Armaturen sehen einfach edel aus!

Immer wieder schleifen, spachteln, wieder schleifen! So einen Rohling in einen lackierfähigen Zustand zu versetzen ist echt viel Arbeit!

Die markierten Stellen scheinen die letzten kleinen Macken zu sein!

So, eine letzte Lage Sprühspachtel, morgen noch einmal schleifen, dann sollte die Halbschale mackenfrei fertig sein! Bin gespannt.

Jetzt ist das Monocoque dran. Das ist in einem deutlich besseren Zustand. Aber allein das Wegschleifen der rot-weißen Lackierkanten ist eine Mordsarbeit!

Hier noch ein Riss im GFK, der aber schnell repariert war.

Das letzte Teil ist dann der Kotflügel, danach kommt alles zum Lackierer.

Morgen geht es weiter! Ein Ende ist in Sicht!

Los geht es ...

Alles fertig.

Ich warte derweil auf meine pulverbeschichteten Teile, die am 15.01.20 fertig sein sollen.

Gestern habe ich dann den Lacksatz zum Lackierer gebracht. So weit, so gut, bis zu dem Punkt als er fragte was da auf der Halbschale drauf ist? "Füller? Aus der Sprühdose? Ja. Ja! Der muss wieder runter, verträgt sich nicht mit dem Lack!"  Na toll!*((((

Also habe ich heute eine 5-Stundenschicht eingelegt und alles wieder runtergeschliffen! Der Vorteil ist, dass die Oberfläche jetzt noch glatter als vorher ist. Eine Sklavenarbeit war es trotzdem!

Und natürlich habe ich beim Schleifen bis dahin verborgene Lunkerstellen angeschliffen. Da musste dann noch einmal Spachtel drauf.

Morgen, am heiligen Sonntag, schleife ich das noch einmal und bringe dann die Halbschale am Montag zum Lackieren.

Ich bin so froh wenn ich die Teile endlich aus den Füßen habe!

...

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